{"id":277,"date":"2019-06-14T05:06:03","date_gmt":"2019-06-14T03:06:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/?p=277"},"modified":"2019-06-15T20:37:36","modified_gmt":"2019-06-15T18:37:36","slug":"die-ueberfahrt-nach-patras","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/2019\/06\/die-ueberfahrt-nach-patras\/","title":{"rendered":"Die \u00dcberfahrt nach Patras"},"content":{"rendered":"\n<p>Die ASTERION II hat f\u00fcr eine \u00dcberfahrt von 36 Stunden wirklich nicht viel zum Zeitvertreib zu bieten. Neben einem Schlafplatz &#8211; sollte man denn eine Koje gebucht haben &#8211; bietet sie einen Tax-Free-Shop, eine Bar und ein Self-Service-Restaurant, sowie ein Duzend Fernseher mit griechischem Programm auf Deck 7 sowie ein Aussendeck mit Bar auf Deck 8. Allerdings w\u00e4re es mehr als \u00fcbertrieben, die Gesch\u00e4fte \u00fcber mehr als 1-2 Stunden pro Schicht zu \u00f6ffnen (nat\u00fcrlich nur tags\u00fcber). So bleibt dem geneigten Gast nur zu hoffen, dass er sich schon selber zu besch\u00e4ftigten weiss, weil die Langeweile sonst sehr schnell \u00dcberhand nimmt.<\/p>\n<p>Eine Alternative w\u00e4re nat\u00fcrlich die Aussicht auf der Adria zu geniessen. Doch schon 20 Minuten nach Verlassen von Venedig ist von Land auf beiden Seiten des Schiffes nichts mehr zu sehen. Es herrscht das blaue Meer.<\/p>\n<p>Ein Gl\u00fcck gab es aber auf dem Schiff f\u00fcr mich schon einige Bekanntschaften, mit welchen ich den Abend und den darauffolgenden Tag verbringen konnte. Zudem hatte ich ja mein prall gef\u00fclltes E-Book bei mir, welches mir ebenfalls gute Dienste erweisen w\u00fcrde, wenn ich mich mal zur\u00fcckziehen wollte.<\/p>\n<p>Was mich aber jetzt erst so richtig fasziniert, sind folgende Bilder, welche ich w\u00e4hrend der \u00dcberfahrt gemacht habe.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-278 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_135058.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_135058.jpg 1024w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_135058-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_135058-660x495.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Ist das erste Bild noch nahe Venedig entstanden, zeigt das n\u00e4chste Bild die K\u00fcste Albaniens &#8211; am n\u00e4chsten Vormittag:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-279 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_132626.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_132626.jpg 1024w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_132626-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_132626-660x495.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Doch auch bei der K\u00fcste Korfus sowie vor Igoumenitsa zeigt das Wasser eine ganz andere F\u00e4rbung als noch in Venedig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-280 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_134041.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_134041.jpg 1024w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_134041-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_134041-660x321.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-281 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_161227.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_161227.jpg 1024w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_161227-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_161227-660x321.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>Geplant war unsere Ankunft in Patras um 21:00 Uhr. Dass dies jedoch so nicht eintreffen w\u00fcrde, war uns schon bei der Ankunft in Igounemitsa klar, wo bereits eine Stunde Versp\u00e4tung zu Buche schlug und wir dann auch noch auf ein entgegenkommendes Schiff vor der Bucht warten mussten.<\/p>\n<p>Da half es leider auch wenig, dass die vielen G\u00e4ste lediglich 20 Minuten ben\u00f6tigten, um von der ASTERION II zu kommen, denn auch in der Folge mussten wir Schiffe in einiger Entfernung kreuzen, was sicher nicht der schnellsten Route half.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-282 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_225942.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"498\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_225942.jpg 1024w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_225942-300x146.jpg 300w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190613_225942-660x321.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>Mit zweieinhalb Stunden Versp\u00e4tung trafen wir schliesslich um 23:30 Uhr in Patras ein und konnten, inzwischen sicher alle \u00fcberm\u00fcdet, die F\u00e4hre verlassen.<\/p>\n<p>So sass ich endlich wieder in meinem Camper, hatte schon vor der Ausfahrt meine Tasche wieder ausger\u00e4umt und wartete nun geduldig, dass mich ein Ladehelfer von Board wies. Doch dieser kam nicht. Vielmehr wurde uns &#8211; den Campern vor mir und mir &#8211; irgendwann klar, dass wir uns selber auf den Weg machen m\u00fcssen. So starteten wir unsere Motoren und begaben uns in Richtung Rampe, wo endlich ein Ladehelfer von uns Notiz nahm und uns die Ruckelpiste entlang winkte.<\/p>\n<p>Das Navi bereits auf den n\u00e4chsten Campingplatz gerichtet, wollte ich eigentlich gerade das Gaspedal dr\u00fccken, als mich von der Seite ein ziviler Zollbeamter stoppte und mir seinen Ausweis an die Scheibe dr\u00fcckte. &#171;Stop the engine. Passport and Driving License, please.&#187; Ja, auch sie verrichten nur ihre Arbeit. Und ein einzelner Mann in einem 4-Personen Wohnmobil erregt zwingend Aufsehen. Sicher kam auch noch dazu, dass ich ihm Schweizer Dokumente entgegenstreckte, er aber sicher schon die Deutschen Nummernschilder bemerkt hatte. Es folgte eine Komplettkontrolle meines Fahrzeuges sowie aller darin befindlichen K\u00e4sten. Lediglich den K\u00fchlschrank, der aus meiner Sicht un\u00fcberschaubar vor den Zollbeamten stand, fanden sie nicht und mussten danach fragen. Nat\u00fcrlich wollten sie auch meine Gr\u00fcnde und Ziele f\u00fcr eine Reise nach Griechenland erfahren und waren \u00fcberrascht, dass ich keine Ziele vorzuweisen hatte, sondern ganz alleine eine Rundreise plante. Ja, das \u00fcberraschte mich auch, dass ich wirklich in Griechenland und auf dieser Rundreise bin &#8211; soviel steht fest. Erneut \u00fcberkam mich ein ganz seltsames Gef\u00fchl bei der Sache, steckte dieses jedoch schon bald gut wieder weg, als ich mich erstmalig auf den Strassen Griechenlands befand und meinen Weg aus Patras zum Campingplatz suchte.<\/p>\n<p>Den Campingplatz hatten wir uns (die beiden \u00d6sterreicher Motorradfahrer, ein weiteres \u00d6sterreicher Paar und ich) auserkoren und gehofft, dass dieser auch um diese Zeit noch ge\u00f6ffnet hat.<\/p>\n<p>Die 20 Kilometer waren schnell zu fahren. Eine kurze \u00dcberlandstrasse, ein kurzes St\u00fcck auf der Autobahn und etwas durch ein D\u00f6rfchen fahren. Dann folgten zwei enge Strassen, die zum Camping f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Die T\u00fcre stand selbst um Mitternacht, als ich endlich dort eintraf, noch offen. Die beiden Motorradfahrer sassen draussen vor der Rezeption und genossen bereits ein Glas Weisswein. Sie hatten mich angek\u00fcndigt. Sonst w\u00e4re mir nur die Strasse geblieben.<\/p>\n<p>Kurz nach der Registration verliessen uns die Verwalterin und ihr Vater. Er allerdings mit den Worten, dass er gleich wieder zur\u00fcck sei. Wir konnten ihm das fast nicht glauben, aber schon 20 Minuten sp\u00e4ter stand er wieder vor uns und \u00f6ffnete erneut seinen Kiosk. So konnten wir uns langsam an unser neues Klima gew\u00f6hnen, tranken gemeinsam Wein und Bier und lachten \u00fcber die \u00dcberfahrt nach Patras. Der gute alte Herr blieb die ganze Zeit bei uns, brachte frische, sensationell leckere Trauben und, bei Bedarf, weiteren Wein oder weiteres Bier &#8211; bis seine Vorr\u00e4te aufgebraucht waren.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich und zufrieden sank ich um 3 Uhr fr\u00fch ins Bett, fest \u00fcberzeugt, dass ich tags darauf nach Olympia aufbrechen wollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ASTERION II hat f\u00fcr eine \u00dcberfahrt von 36 Stunden wirklich nicht viel zum Zeitvertreib zu bieten. 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