{"id":261,"date":"2019-06-12T23:32:55","date_gmt":"2019-06-12T21:32:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/?p=261"},"modified":"2019-06-15T17:48:37","modified_gmt":"2019-06-15T15:48:37","slug":"back-left-right-no-the-other-right","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/2019\/06\/back-left-right-no-the-other-right\/","title":{"rendered":"Back, left, right &#8211; no the other right!"},"content":{"rendered":"\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-262 alignleft\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_053023-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_053023-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_053023.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Eigentlich sollte die ASTERION II um 7 Uhr den Hafen Fusina erreichen. Als ich um 7:45 Uhr das erste Mal auf die Uhr schaute, hatte ich schon Angst, sie verpasst zu haben. Doch da, wo ich sie vermutet habe, stand sie nicht. Dies konnte, aus meiner Sicht, nur zwei Thesen ergeben: entweder war ich falsch, oder die ASTERION II zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Guten Morgen Fusina! Guten Morgen Venedig! Ein toller Blick auf den Hafen und auf das im d\u00e4mmernden Licht strahlende Venedig! So stellte ich mir meinen Morgen ja vor. Wenn nun auch die neue Kaffee-Maschine noch ihren Dienst aufnimmt, bin ich gl\u00fccklich. Und sie tat wie ihr befohlen &#8211; YES!<\/p>\n<p>Doch wo war meine F\u00e4hre nach Patras? Nun gut. Die Reise beginnt ja planm\u00e4ssig erst um 12 Uhr, Check-In ist auch erst um 10 Uhr, also locker noch Zeit f\u00fcr 1-2 Kaffee und etwas die Morgensonne geniessen.<\/p>\n<p>Es folgte die Best\u00e4tigung der zweiten These: die ASTERION II war schlicht zu sp\u00e4t. So konnte ich, mit Kaffe in der Hand, mitverfolgen, wie man im Hafen von Fusina ein Schiff dreht und dann auch noch festzurrt. Meine Reise hatte gerade ihr erstes Highlight erfahren.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-263 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_081722.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_081722.jpg 1024w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_081722-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_081722-660x495.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/>Da stand sie also: die F\u00e4hre, welche mich die n\u00e4chsten 36 Stunden von Venedig nach Patras begleiten w\u00fcrde. Und ich stand am richtigen Hafen.<\/p>\n<p>Jetzt war nur noch etwas zu kl\u00e4ren: wie kriege ich meinen Camper auf dieses Schiff?<\/p>\n<p>Um 9 Uhr verliess ich den Camping Fusina, diesmal ohne mein Navi aktiviert zu haben. Denn der Hafen war kurz davor angeschrieben. Und darauf wollte ich mich mehr verlassen als auf m\u00f6glicherweise veraltete Karten. Es war auch zu einfach, vom Campingplatz zum Hafen zu gelangen: n\u00e4chste rechts abbiegen, dann im Kreisverkehr die letzte Ausfahrt nehmen und schon stand ich am Check-In. Da ich doch sehr fr\u00fch war, war am Check-In auch nichts los und so kam ich z\u00fcgig durch. Man gab mir die Tickets &#8211; auch gleich diejenigen f\u00fcr die R\u00fcckfahrt &#8211; und wies mich ein, mich in die Warteschlange zu stellen. Ich also zur\u00fcck in meinen T448 und zur\u00fcck zum Kreisverkehr, die zweitletzte Ausfahrt zu nehmen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-265\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_091145-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_091145-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_091145.jpg 768w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_091145-660x880.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Diese f\u00fchrte direkt zur Security, die Pass und Boardkarte kontrollierte und mich, per Funk ank\u00fcndigend, in die Warteschlange schickte. 09:30 Uhr stand ich bereit. Doch nicht alleine: links standen schon gut 20 LWK bereit, rechts die halbe Strecke von gut einem Kilometer Fahrzeuge, welche nur bis Igounemitsa reisen wollten.<\/p>\n<p>So hatte ich gen\u00fcgend Zeit, mich mit den Security Leuten und G\u00e4sten \u00fcber das bevorstehende Verladen und die anstehende Reise zu unterhalten. Erste Schicksalsgemeinschaften wurden gekn\u00fcpft, welche die Reise nicht ganz so langweilig werden lassen sollten. Denn, wie man mir bereits erl\u00e4uterte, bietet die ASTERION II nicht wirklich viel Abwechslung f\u00fcr die lange Zeit, welche man darauf verbringen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-266 alignleft\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_103023-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_103023-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_103023.jpg 768w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_103023-660x880.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Dann ging alles pl\u00f6tzlich ganz schnell. Ein Security Mitarbeiter br\u00fcllte einige italienische Worte. Kurz darauf bat er unsere Reihe, sich in Bewegung zu setzen. Mich hielt er dann noch auf Abstand, w\u00e4hrend hinter mir alle Wagen auf der mittleren Linie passieren durften. Als dann auch ich gebeten wurde, den Motorradfahrern vor mir zu folgen, wurde mir schon etwas mulmig. Ich hatte ja keine Ahnung, was mich in den n\u00e4chsten 30 Minuten erwarten w\u00fcrde, ist es doch das erste Mal auf einer Mittelmeerf\u00e4hre und dann auch noch mit einem Gef\u00e4hrt, welche ich grunds\u00e4tzlich noch nicht so wirklich kannte.<\/p>\n<p>Als dann alle Motorr\u00e4der die F\u00e4hrrampe hochfuhren und ich an der Reihe stand, wurde erneut Pass und Boardkarte kontrolliert und erstmalig nachgefragt, ob ich wirklich alleine reisen w\u00fcrde. Ich hatte sichtlich Spass dabei, die gestellten Fragen zu beantworten, denn ja, so war es nun mal. Man bat mich, eine lange Schlaufe um die Einfahrt zu ziehen und neben einem anderen Wagen auf den Lademeister zu warten. So stand ich mit meinem Camper da und betrachtete Fahrzeuge, wie sie in die F\u00e4hre fuhren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-267\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_104045-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_104045-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_104045.jpg 768w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_104045-660x880.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Wie aus dem Nichts stand pl\u00f6tzlich ein Mann in gelber Weste neben meinem Fahrzeug und deutete mir, mich sofort in Bewegung zu setzen. Ob ich wohl etwas getr\u00e4umt hatte? Egal. Z\u00fcndschl\u00fcssel drehen und Abfahrt, die Rampe empor. Hat die F\u00e4hre \u00fcber den Z\u00fcrichsee ganz kleine, feine Rillen in der Rampe, waren dies Schlagwerkzeuge, die meiner T448 offensichtlich starke M\u00fchen machte, emporzukommen. Nicht genug, musste ich auch gleich noch ein weiteres Deck \u00fcber eine steilere, mit mindestens ebensolchen Blockaden \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Dann stand da ein Weiterer mit gelber Weste, der wild gestikulierte. Ich \u00f6ffnete das Fahrerfenster, denn was auch immer er von mir wollte: ich verstand ihn nicht. &#171;Come here with your noise, then backwards!&#187; schrie er in einem Gemisch aus laufenden Trucks und dem Motorenger\u00e4usch der ASTERION II. Gut, zun\u00e4chst vor und dann wieder zur\u00fcck. Egal. Ich tat, wie mir befohlen. &#171;Left, right, left&#8230; go! Common! Right &#8211; NO, the other right! Left, right, back&#8230; stop and secure!&#187;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-268 alignleft\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105220-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105220-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105220.jpg 768w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105220-660x880.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>Das war also mein Parkplatz. Sauber, wie er mich eingewiesen hatte, habe ich mich die letzten 2-3 Minuten doch nur auf ihn konzentriert. Er schien mit seiner Leistung auch sichtlich zufrieden zu sein und stapfte davon.<\/p>\n<p>Selbst als ich die Scheiben des Campers geschlossen hatte, war der L\u00e4rm weiterhin ohrenbet\u00e4ubend hier. Und es stank des Grauens! So packte ich meine Tasche, sicherte das Fahrzeug und kontrollierte nochmal jedes Fenster, alle T\u00fcren und nat\u00fcrlich auch die Handbremse. Alles war sicher. Als ich mein Wohnmobil verliess, f\u00fchrte selbiger Ladehelfer bereits den n\u00e4chsten Camper durch die riesige Halle auf mich zu. Mit einer bewundernswerten Pr\u00e4zision f\u00fchrte er das Gef\u00e4hrt vor meinen T448 und verschwand dann wieder, um wohl den N\u00e4chsten am Aufgang zu empfangen.<\/p>\n<p>Mir stellte sich indes die Frage, wie ich nun zu meiner Kabine kommen sollte. Denn eine Treppe sah ich nirgends. Also hoffte ich mal darauf, dass diejenigen aus dem vorderen Fahrzeug schon wissen w\u00fcrden, wohin wir nun m\u00fcssten. &#171;Es gibt einen Lift in der Mitte der Halle&#187;, liessen sie mich wissen. OK, diesen Lift nehmen wir. Beim Lift drehte ich mich dann nochmal um und musste gleich ein weiteres Bild knipsen. Da hinten, versteckt, steht mein Camper f\u00fcr die n\u00e4chsten 36 Stunden&#8230; Cool!<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-269 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105659.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105659.jpg 768w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105659-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_105659-660x880.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich waren wir die Ersten am Lift. Zumal wir auf Deck 5 standen, es aber unter uns ja noch die Decks 1 (Autos), Deck 1-2 (Autos) und Deck 3 (Autos, LKW) gab. Entsprechend voll waren die ersten paar Lifte auch, die unser Deck erreichten. So blieben wir eine ganze Zeit in dieser unwirklichen Halle voller L\u00e4rm und Gestank stecken und bewunderten die beiden Ladehelfer, die dies wohl drei Mal w\u00f6chentlich durchmachen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Auf Deck 7 angekommen, wurden wir gleich zur Rezeption geschickt. Diese wussten wohl definitiv, was sie taten. Denn sie fertigten die Masse an anstr\u00f6menden G\u00e4ste mit einer Leichtigkeit und Freundlichkeit ab, mit welcher ich wirklich nicht gerechnet h\u00e4tte. Von Hektik war hier definitiv bereits nichts mehr zu sp\u00fcren. Umgehend bekam auch ich meinen Zimmerschl\u00fcssel f\u00fcr Kabine 8107 und wurde aufs n\u00e4chste Deck geschickt.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-271\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_115943-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_115943-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_115943.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-270 alignleft\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_110936-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_110936-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_110936.jpg 576w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Mein Zimmer war absolut leer, als ich es betrat &#8211; schlicht, aufger\u00e4umt und sauber pr\u00e4sentierten sich die einzelnen Betten dieser 4-Bett-Kabine. Die Klimaanlage tat ihr Bestes, weshalb eine angenehme K\u00fchle herrschte. Mir wurde Bett 8107B zugeordnet. So platzierte ich mal meine Laptop Tasche darauf und begann, das Schiff zu erkunden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-272 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_111252.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_111252.jpg 768w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_111252-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_111252-660x880.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/p>\n<p>Die Aussicht auf den Hafen und die Verladeaktivit\u00e4ten waren schon mal fantastisch. So blieb ich eine Weile an der Reeling stehen und schaute auf das Treiben am Boden zu und fragte mich, ob das Schiff auch auf See so ruhig blieb oder irgendwann doch zu schwanken beginnen w\u00fcrde. Zumindest das R\u00fctteln der Motoren im Bauch des Schiffes waren deutlich zu sp\u00fcren. Ob man dabei gut schlafen kann?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-274 size-full\" src=\"http:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_132024.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_132024.jpg 1024w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_132024-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.blicki.ch\/prod\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/20190612_132024-660x495.jpg 660w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>Irgendwann war es dann so weit. Die ASTERION II setzte sich in Bewegung. Die Ladeluke, \u00fcber welche ich zuvor noch auf das Schiff gelangte, war immer noch offen. Hektisches Treiben auf Deck 6 zeigte jedoch, dass viele fleissige Helfer nun damit besch\u00e4ftigt waren, das Schiff f\u00fcr die Reise vorzubereiten. Dicke Stricke, die das Schiff vorher am Pier fest heilten, wurden ebenso eingezogen, wie ein Stahlseil, an welchem wohl die Ladeluke befestigt war. Dann erschien diese auch und wurde zus\u00e4tzlich nochmal mit zwei Stahlstangen am Schiff gesichert.<\/p>\n<p>Ab ging die Reise, vorbei am Camping Fusina, winkenden Campingg\u00e4sten, vorbei an Sacca Sessola, entlang dem Lido di Venezia und bei Santa Maria del Mare raus aufs offene Meer.<\/p>\n<p>Inzwischen sassen bereits viele G\u00e4ste auf der Terrasse in Deck 8. Ich drehte mich um und genoss die Meerluft, welche mir durch Fahrtwind entgegen str\u00f6mte. Das Schiff nahm Fahrt auf.<\/p>\n<p>Irgendwann setzte ich mich zu einigen Herren und Damen hin, welche definitiv eine verst\u00e4ndliche Sprache sprachen: Deutsch. Ich traf auf zwei \u00d6sterreicher, welche mit ihren Motorr\u00e4dern den S\u00fcden des Peloponnes erkunden wollten, zwei Deutsche, die ihr neues Haus in Kavalah begutachten m\u00fcssen und zwei Deutsche, die einfach mal so mit Motorr\u00e4dern Urlaub machen wollten. Es entstanden viele spannende Gespr\u00e4che \u00fcber allerlei Dinge, Orte und Gefahren in Griechenland und nat\u00fcrlich auch \u00fcber Verhaltensweisen, welche man an den Tag legen sollte.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter kamen dann noch Karten auf den Tisch &#8211; Spielkarten &#8211; und nat\u00fcrlich griechischer und italienischer Wein. Der Abend konnte nicht besser werden, ausser, dass ich immer noch nicht wusste, mit wem ich denn meine Kabine teilen werde.<\/p>\n<p>Um kurz vor 1 Uhr machte ich mich auf mein Zimmer und sah, wie zwei Herren vor der T\u00fcre sich unterhielten. Als ich kam, sahen sie mich mit grossen Augen an: so jemanden h\u00e4tten wir nicht erwartet. Willkommen!<\/p>\n<p>Ein Grieche, der mit seinem LKW nach Igounemitsa unterwegs war und ein Deutscher, der ebenfalls bis nach Patras reiste, begr\u00fcssten mich. Sofort wurde die T\u00fcre wieder geschlossen, um ein gemeinsames Bier zu nehmen und etwas zu quatschen. Der Grieche gab mir dann noch einen Flyer seiner Bar, die er und seine Frau betreiben und meinte, ich solle doch da auch mal noch einen Stop machen. Er w\u00e4re nun mindestens bis Ende Juli dort.<\/p>\n<p>Um Halb Drei Uhr fr\u00fch endete ein spannender und, obschon fehlendem Angebot auf dem Schiff, \u00e4usserst abwechslungsreicher Tag auf der ASTERION II in meiner Kabine 8107 auf Bett 8107B.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich sollte die ASTERION II um 7 Uhr den Hafen Fusina erreichen. Als ich um 7:45 Uhr das erste Mal auf die Uhr schaute, hatte ich schon Angst, sie verpasst zu haben. Doch da, wo ich sie vermutet habe, stand sie nicht. 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